Die NASA rekrutiert bis zum 30. November 2026 Freiwillige für eine Forschungsstudie am Duke University Medical Center in Durham, North Carolina. Das Vorhaben zielt darauf ab, Astronauten bei Mondspaziergängen wirksam vor der Dekompressionskrankheit zu schützen.

Nach Angaben der NASA kann der niedrige Betriebsdruck im Inneren eines Raumanzugs dazu führen, dass sich Gasbläschen im Körper bilden. Dieser Zustand kann während Einsätzen auf der Mondoberfläche Gelenkschmerzen sowie weitere körperliche Symptome hervorrufen. Das von der NASA finanzierte Projekt soll dieses Problem lösen, indem es spezifische Protokolle mit körperlicher Bewegung und dem Atmen von reinem Sauerstoff evaluiert.

Kammerversuche und Überwachung

Während der Versuchsreihen atmen die Teilnehmenden entweder in Ruhe oder bei leichter Bewegung reinen Sauerstoff. Nach dieser Vorbereitung verbringen die Freiwilligen sechs Stunden in einer Spezialkammer, die den reduzierten Druck eines Raumanzugs simuliert. In dieser Umgebung führen die Probanden simulierte Mondaufgaben aus – unter direkter Aufsicht eines Arztes und kontinuierlicher Ultraschallüberwachung, um eine eventuelle Bläschenbildung sofort zu erkennen.

Teilnahmevoraussetzungen und Ablauf

Laut NASA müssen die Bewerber gesund, körperlich fit, Nichtraucher und zwischen 30 und 60 Jahre alt sein. Die Studie erfordert die Zusage für sechs separate Besuche im medizinischen Zentrum.

Der Zeitplan beginnt mit einer fünfstündigen Voruntersuchung, gefolgt von einem dreistündigen Sauerstoffverbrauchstest und einem vierstündigen Übungstermin. Anschließend absolvieren die Freiwilligen drei jeweils neunstündige Forschungssitzungen in der Druckkammerumgebung.

Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandsentschädigung für ihre Zeit. Reisekosten für die An- und Abreise zur Einrichtung in Durham werden laut NASA jedoch nicht erstattet. Bewerbungen werden bis zum Stichtag am 30. November 2026 entgegengenommen.